ENTSTEHUNGSGESCHICHTE
Am 30. Mai 1951 verbinden sich
unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Joseph Klein sehr
motivierte Personen, um "die Realisierbarkeit der Gründung
einer Gesellschaft von Freunden der Humanistischen Bibliothek
zu untersuchen, mit dem Ziel, diese Bibliothek sowie die Geschichte
von Sélestat und seiner Umgebung besser bekannt zu machen".
Die Hauptgründungsversammlung findet am 4.Juni 1951 statt.
Der Bürgermeister bringt seine Freude zum Ausdruck und
begrüßt dabei eine Zuhörerschaft von ca. 200
Personen.
Die Satzung wird genehmigt und die Versammlung stimmt dem Beschluss
zu, jedes Jahr ein Jahrbuch zu veröffentlichen.
Im weiteren Verfahren soll der erste Direktionsausschuss gewählt
werden.
Diesem gehören folgende Personen an:
- Joseph Klein, Bürgermeister von Sélestat,
Präsident
- Charles-Louis Marchal, Bürgermeister von Châtenois,
Vize-Präsident
- Abbot Paul Adam, Bibliothekar, Sekretär
- Paul Brand, Bankdirektor, Schatzmeister
- Bernard Grettner, Unterpräfekt
- Stiftsherr Joseph Walter
- Stiftsherr Jacques Muller, Pfarrdekan
- Ernest Rebert, Pastor
- Jules Dreyfus, Kaufmann
- Arthur Graff, Künstler
- Dr Charles Houllion, dArzt
- Paul Kieffer, Architekt
- Ernest Lenhart, professor
- Georges Martin
- Marcel Pons
- René Seltemann
Eingetragen am 13.11.1951 im Amtsgericht
von Sélestat, nimmt die Gesellschaft mehrmals Satzungsänderungen
vor.
1987 wird der Gesellschaft durch die Verordnung
des Präfekten
der Status einer öffentlichen Organisation zugeschrieben,
so dass die Förderer und Spender dieser Organisation vom
Recht der steurlichen Absetzbarkeit Gebrauch machen können.
Unter den wohl bedeutendsten Ereignissen in der Geschichte der
Gesellschaft sollte das Jahr 1985 erwähnt werden, der 500.
Geburtstag des Beatus Rhenanus, des berühmten Humanisten
von Sélestat.
25 Universitätsangehörige, Wissenschaftler und Historiker
haben sich am 19. und 20. September im Rahmen eines internationalen
Symposiums versammelt und sich dabei dem Ziel gewidmet, eine möglichst
vollständige Bestandsaufnahme der Kenntnisse über den
elsässischen Gelehrten und Humanisten, über seine Verbindungen
zu anderen Gelehrten der Renaissance sowie über die damalige
Geschichte zu errichten.
Zum Anlass ihres 40. Jubiläums (1991) gibt die Gesellschaft
ein Jahrbuchregister heraus, das auch eine Auflistung der von
ihr organisierten Konferenzen und Besuche enthält. Zu dieser
Zeit besteht der Ausschuss aus 14 Personen, von denen 2 ex-officio
Mitglieder sind:
- Gilbert Estève, Bürgermeister,
ex-officio Mitglied
- Dr Maurice Kubler, Präsident
- Jean Pons, Vize-Präsident
- Hubert Meyer, Sekretär, ex-officio Mitglied
- Raymond Sprauel, Schatzmeister
- Alexandra Hild, stellvertretende Schatzmeisterin
- Robert Guidat, Tharsice Niedhammer, Beisitzer
- Gérard Seltemann, Norbert Reppel, Claude Schirlen,
Jean-Marie Montavon, Marie-Thérèse Sauter, Père
René Bornert
Das Leben der Gesellschaft
Die übliche Hauptversammlung
der Gesellschaft hat am Freitag, den 16. November 2007,
um 18 Uhr 15 im Lesesaal der Bibliothek unter dem Vorsitz von
Raymond MULLER stattgefunden.
Nachdem die Tagesordnung abgearbeitet worden war, hat uns Herr
François HEIM, ehemaliger Direktor des Lateininstituts
"Beatus Rhenanus" der Marc-Bloch-Universität (Straßburg)
und Mitglied unseres Direktionsausschusses, über "Constantin
à Grand-Songes und die konstantinischen Visionen"
berichtet.
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